Vereinschronik

Der Schützenverein „Bavaria“ Gerolsbach hat eine lange Tradition aufzuweisen

Am 22. Februar 1893 wurde der Verein im Gasthaus Breitner aus der Taufe gehoben bzw. gegründet. Unter der Bezeichnung „Zimmerstutzengesellschaft Bavaria Gerolsbach“ wurden erste Schießabende abgehalten und Wettbewerbe ausgetragen.

Erster Schützenmeister des jungen Vereins war Georg Haas, seine Vertreter waren Leonhard Grimmeisen und David Brand. Die Kasse verwaltete Jakob Finkenzeller und Schriftführer Michael Keslmeier führte die Chronik über die Ereignisse bei den Schützen.

Jeden Mittwoch trafen sich die Mitglieder zum Schieß- und Gesellschaftstag. Geschossen wurde in den Jahren nach Gründung nur zur Winterszeit. Von Anfang November bis Ende April traten die Aktiven an die Stände, in den Sommermonaten blieben die Stutzen sorgfältig gereinigt im Schrank.

Auch eine Satzung gaben sich die 21 Mitglieder noch im Jahr der Gründung. Das alte Dokument verschwand während des Krieges. Vor Jahren fanden sich die vergilbten Blätter wieder und werden seitdem als kleiner Schatz gehütet.

Langsam aber stets wurde der Verein größer und entwickelte sich zu einem wichtigen Glied im Vereinsleben der Gemeinde Gerolsbach. 1928 übernahm Schützenmeister Lunz die Führung der „Bavaria“-Schützen, denen im Zweiten Weltkrieg das gleiche Schicksal wie vielen anderen Vereinen blühte. Die Vereinigung blieb zwar bestehen, geschossen wurde aber nicht mehr.

Aufleben des Schützenvereins „Bavaria“ Gerolsbach nach dem Zweiten Weltkrieg 1939/45

Ehemalige aktive Schützenkameraden, an der Spitze Otto Sonhütter, haben nach dem letzten Weltkrieg 1939/45 im Oktober 1947 den Schützenverein wieder ins Leben gerufen.

Vorstände:

  1. Sonhütter Otto                  von Okt. 1947 – Okt.1950
  2. Menzinger Josef               von Okt. 1950 – Okt. 1953
  3. Buchberger Jakob           von Okt. 1953 – Okt. 1955
  4. Langreiter Franz               von Okt. 1955 – Okt. 1958
  5. Demmelmeir Peter           von Okt.1958 – Okt. 1970
  6. Müller Alfons                     von Nov. 1971 – Nov. 1973
  7. Demmelmeir Peter         von Nov. 1973 – Nov. 1979
  8. Rist Josef                             von Nov. 1979 – Nov. 1985
  9. Unterreiner Franz            von Nov. 1985 – Nov. 1986
  10. Hirsch Franz                        von Nov. 1986 – Jan. 1995
  11. Demmelmair Erasmus    von Jan. 1995 – Jan. 2003
  12. Pfeiffer Horst                       von Jan. 2003 – Jan. 2009
  13. Winter Jakob                       von Jan. 2009 – Jan. 2015
  14. Schaipp Matthias               seit Jan. 2015

Besonders zu erwähnen ist, dass im Jahre 1978 eine Schützen-Königskette angeschafft und im Jahre 1979 im Stammlokal Breitner, 1.Stock, ein neuer Schießstand mit 5 automatischen Schießständen errichtet wurde.

Nach langen und intensiven Vorarbeiten seitens der Vorstandschaft Rist und den aktiven Mitgliedern des Vereins, wurde vom 5. Juni bis 23.Juni 1981 das 20.Gauschießen auf 35 Ständen in der Schießstätte im Sägewerk Felber Gerolsbach, durchgeführt.

Auf vielfachen Wunsch der Mitglieder wurde beschlossen, eine Vereinsfahne zu kaufen. Unter vorbildlicher Organisation der Vorstandschaft und der aktiven Festausschussmitglieder wurde vom 31. Mai bis 3. Juni 1984 die Fahnenweihe der neuen Vereinsfahne im Festzelt an der Aichacher Str (Ortsausgang Singenbach) auf dem Wiesengrundstück Wintermayer-Starringer (Sedlbauer) durchgeführt. Die neue Fahne wurde von unserem Ortsgeistlichen, Hochw. Herrn Pfarrer Szczepanski, geweiht.

Schirmherr:                 1. Bürgermeister Georg Geißler
Fahnenmutter:           Theresia Hirsch
Fahnenbraut:              Annemarie Nerb
Festleiter:                    Josef Rist
Fahnenjunker:           Robert Sigl, Franz Unterreiner, Elmar Schwarzbauer
Patenverein:               „Frisch Auf“ Singenbach
Festkapelle:                Reisner. Feldkirchen b. Neuburg

Als weiteres Großereignis wurde vom 25. bis 27. Juni 1993 das 100-jährige Gründungsjubiläum im Breitnersaal gefeiert.

Die Einweihung der neuen Schießstätte mit 16 Ständen am 21. März 1999 setzte wiederum einen Meilenstein in der bisherigen Vereinsgeschichte. Mit 4.500 freiwilligen Helferstunden schufen sich die Gerolsbacher Schützen zusammen mit Schützenmeister Erasmus Demmelmair in nur einjähriger Bauzeit ein schmuckes, neues Heim im Herzen Gerolsbachs.